Eintrag vom 26.11.2015

Bericht - Weltmeisterschaft 2015 - Tag 5

Jarzmik im Halbfinale – Platz 5 für Wohlwend

Nach dem Vorrundensieg über einen Mexikaner traf Günther Wohlwend in der Kategorie Pointfighting +94 KG auf den Österreicher Peter Ertl. Die beiden Kämpfer waren gut aufeinander eingestellt und neutralisierten sich weitestgehend in den ersten zwei Kampfminuten, welche mit einem 0:0 endete. In Runde zwei agierte der Österreicher etwas offensiver, aber ohne zu viel Risiko einzugehen. Wohlwend musste zwei Treffer von Ertl hinnehmen und ging mit einem Rückstand in die zweite Kampfpause. In der dritten und letzten Runde versuchte Wohlwend nochmals ranzukommen und erzielte seinerseits den ersten Punkt. Am Ende musste er mehr Risiko eingehen und wurde von einem Kick des Österreichers getroffen. Somit war das Viertelfinale, wie zuvor bei Teamkollege Michael Lampert, die Endstation für den Nendler. Den Traum von der Wiederholung eines WM-Medaillengewinnes wie im Jahr 2011 muss Wohlwend nun begraben.


Paulina Jarzmik im Halbfinale
Paulina Jarzmik, welche in Liechtenstein beim Chikudo Martial Arts trainiert, stand gleich in zwei Disziplinen im Viertelfinale. Zuerst musste sie im Pointfighting gegen die amtierende Weltmeisterin Adrienn Kadas aus Ungarn antreten. Jarzmik lieferte von Beginn an einen höchst konzentrierten Kampf und nutzte die Fehler der Gegnerin geschickt aus. Mit einer 3:0 Führung beendete sie die erste Runde. In Runde zwei zeigte sie das komplette Gegenteil. Kurze Unachtsamkeit von Jarzmik und die Ungarin traf sie mit dem Fuss am Kopf. Die nächste Aktion kam sofort und Jarzmik wurde mit einer weiteren Handtechnik getroffen, somit glich Kadas zum 3:3 aus. Je ein weiterer Punkt für beide brachte den Endstand von 4:4 nach Runde zwei. In der letzten Runde knüpfte die Europameisterin von 2014 an die tolle erste Runde an und zwang die Ungarin zu zwei Fehlern, welche sie geschickt ausnutzen konnte. Kadas musste jetzt offensiver agieren und erzielte einen weiteren Punkt zum 5:6. In den letzten Sekunden wurde der Kampf hektischer, Jarzmik wollte den Angriff von Kadas mit dem Bein stoppen, fiel dabei hin und der Kampf wurde unterbrochen. Die Schiedsrichter werteten diese Aktion als absichtliches Fallenlassen, welches einen Minuspunkt nach sich zog. Der Kampf musste somit in die Verlängerung. Dort behielt die Weltmeisterin aus Ungarn die Oberhand und gewann ihrerseits mit 8:6.
Nach dem Frust des ersten Kampfes musste Jarzmik erneut zum Kampf antreten. Madeleine Palmersjö aus Schweden war bekannt für ihre Kicktechniken. Jarzmik bestimmte von Beginn an den Kampfverlauf und setzte die Schwedin permanent unter Druck. Mit gezielten Faustschlägen sicherte sich die gebürtige Wienerin die Rundenführung. Dasselbe Bild zeichnete sich in der zweiten und dritten Runde. Jarzmik erzielte Punkt für Punkt mit Boxkombinationen und musste ihrerseits nur wenige Treffer der Schwedin hinnehmen. Erst gegen Ende des Kampfes kam Palmersjö mit einem Kick zum Kopf zurück und setzte sie vermehrt unter Druck. Jarzmik bewegte sich klug und hielt die Kontrahentin mit schnellen und variablen Kicks auf Distanz. Der Einzug ins Halbfinale ist die Schlussfolgerung nach einem verdienten Sieg. Paulina Jarzmik trifft bereits morgen auf Marina Popova aus Russland. Ein mögliches Finale würde am Samstag stattfinden.
 
 

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