Eintrag vom 18.07.2016

Fragwürdige Entscheidung bringt Lampert um den Titel

NEAPEL - Mit einem Fusstreffer streckte Michael Lampert seinen Gegner Davide Messineo kurz vor Ende des Kampfs nieder. Der Jubel über den gewonnenen Weltmeistertitel im Light Contact -84 kg währte aber nicht lange. Eine Disqualifikation seitens der Kampfrichter zerstörte nicht nur die Titelträume des FL-Kickboxer sondern sorgten auch für grosse Enttäuschung.


(Michael Lampert (links) gegen Davide Messineo aus Neapel)
 
Fehlentscheidungen gibt es immer wieder und sie prägen seit jeher das Sportgeschehen. Ganz zu verhindern sind sie nicht, doch vor allem bei bedeutenden Sportereignissen sind sie es, die für viel Diskussionsstoff, bittere Enttäuschung und Unverständnis sorgen. Dies vor allem dann, wenn eine solches Machtwort über Sieg oder Niederlage entscheidet. Eine Erfahrung, die Kickboxer Michael Lampert am eigenen Leib erfahren musste und das ausgerechnet bei seinem bisher wichtigsten Kampf seiner Karriere. Der Grund dafür: Lampert streckte seinen Kontrahenten kurz vor Ende des Kampfes mit einem gezielten Fusstreffer in die Bauchgegend nieder. «Eine zu harte Attacke», wie Lampert im Anschluss vom Kampfrichter erfuhr. Er wurde disqualifiziert – aus war der Traum vom Titel. Auch einen Tag nach der bitteren «Niederlage» fiel es dem Kämpfer aus dem Fürstentum schwer, die richtigen Worte zu finden: «Die Enttäuschung ist einfach riesengross. Die Entscheidung ist völlig unverständlich und ehrlichgesagt verliert der Sport dadurch erheblich an Glaubwürdigkeit.»

«Habe nichts Verbotenes gemacht»
Dabei lief für den Kämpfer von Chikudo Martial Arts lange Zeit alles nach Plan. Sein gutes Gefühl vor dem Kampf habe er nutzen können. Lampert fand nach einem eher hektischen Start immer besser in den Kampf, profitierte auch von den konditionellen Mängeln seines Gegenübers und lag kurz vor Schluss punktemässig klar vorn. Es sei eine Entscheidung, die man in den Reihen der Liechtensteiner keinesfalls akzeptieren werde. Direkt nach dem Kampf legte der Kickboxverband Liechtenstein eine Protest ein. Wie darüber entschieden wird, und ob Lampert möglicherweise den Titel am «grünen Tisch» zugesprochen bekommt, konnte er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. «Wir haben die Beschwerde eingereicht – das wird nun eine Weile dauern bis wir mehr wissen.

Mängel aber auch tolle Eindrücke
Neben den vielen negativen Erlebnissen, war Lampert aber auch bemüht, die positiven Eindrücke herauszustreichen. «Die Atmosphäre war schon einzigartig und toll.» Und auch die Unterstützung der mitgereisten Fans habe ihn während dem Kampf und vor allem auch danach sehr geholfen. «Da war ich schon froh, dass ich nicht alleine dastand», gesteht Lampert. Neben den eigenen Anhängern, waren es aber auch einige italienische Fans, die beim FL-Kickboxer durchaus Sympathiepunkte sammeln konnten. «Nach dem Kampf sind einige Einheimische gekommen, haben mir gratuliert und wollten Fotos mit mir machen. Das zeigt mir, dass auch die italienischen Fans die Entscheidung nicht ganz nachvollziehen konnten.»

Den kompletten Bericht vom Liechtensteiner Volksblatt gibt es zum Download hier.

Die umstrittene Szene, welche zur Disqualifikation führte, gibt es auf Facebook!

(Michael Lampert erfüllt nach dem Kampf die Fotowünsche der neugewonnen Fans in Italien)

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