Eintrag vom 09.03.2016

Lampert und Jarzmik gewinnen Weltcup in Irland

Am vergangenen Wochenende fand die jährliche Ausgabe des Irish Open Weltcup-Turniers in Dublin statt. Das Irish Open gilt als das grösste und prestigeträchtigste Kickboxturnier der Welt, dies unterstreichen die Teilnehmerzahlen von über 4‘200 Startern aus 39 Ländern eindrücklich. Aus Liechtenstein stellten sich 8 Kämpfer dem Vergleich mit der internationalen Konkurrenz. Ganze vier Mal ordneten sich die Kämpfer des Chikudo Martial Arts zuoberst ein, hinzu kommen zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Diese grossartigen Leistungen bedeuten Platz 9 aller Clubs im Medaillenranking und unterstreichen einmal mehr die hervorragende Arbeit im Liechtensteiner Kickboxsport.
 
Michael Lampert schreibt Geschichte
Lampert startete bereits am Freitagabend ins Turniergeschehen und konnte sich dank einem Freilos und zwei gewonnenen Kämpfen gegen einen Engländer und Spanier für das Halbfinale am Samstag qualifizieren. In einem hart geführten Kampf konnte Lampert mit 3:0 Richterstimmen den irischen Nationalkaderkämpfer Eric Mehlhorn bezwingen und ins Finale einziehen. Im Kampf um den Weltcuptitel stand ihm WM-Teilnehmer Martin Glinik aus Österreich, welcher zuvor Davide Messineo aus Italien geschlagen hatte, gegenüber. Glinik versuchte den Unterländer früh unter Druck zu setzen, Lampert jedoch bewegte sich klug, nutzte die freien Räume und setzte zu gezielten Konterschlägen an. Mit zunehmender Kampfdauer wurde Lampert offensiver und erhöhte den Druck. Besonders die Boxkombinationen fanden nahezu immer ins Ziel und bescherten wichtige Punkte. Bis zum Schluss blieb der Kampf ein Schlagabtausch in dem Lampert die deutliche Führung beibehalten konnte. Mit dem grössten Erfolg seiner Karriere konnte Michael Lampert zudem Geschichte schreiben und als erster Liechtensteiner in den Eliteklassen das grösste Kickboxturnier der Welt gewinnen.
 
 
Für Paulina Jarzmik stellte sich Dublin erneut als erfolgreicher Wettkampfort heraus. Bereits im Jahr 2014 konnte sie das Irish Open gewinnen und zuletzt im November sogar den Weltmeistertitel im Light Contact in Irland feiern. Mit den guten Vorzeichen startete Jarzmik in das Turnier. Mit Siegen über Italien, Deutschland und erneut Italien stand die Chikudo-Kämpferin im Halbfinale. Dort kam es zur Neuauflage des Finales der Weltmeisterschaft gegen Luna Mendy. In einem guten und spannenden Kampf konnte Jarzmik die klareren Punkte erzielen und somit Mendy erneut schlagen. Im zweiten Finale für den Chikudo Martial Arts setzte Jarzmik ihrer Kontrahentin Alexandria Block aus Irland früh Druck auf. Beide Kämpferinnen versuchten in erster Linie mit Fusstreffern Punkte zu erzielen. In der zweiten Runde stellte Jarzmik taktisch etwas um und verliess sich nun zunehmend auf ihre Boxtechniken. Am Ende gewann Jarzmik klar und sicherte sich nach 2014 ihren zweiten Irish Open Sieg. Eine weitere Bronzemedaille erkämpfte sie sich in ihrem erst zweiten Turnierstart im Vollkontakt. Im Viertelfinale bezwang sie Emilia Cerwinska klar in drei Runden, ehe sie sich im Halbfinale der Europameisterin aus Finnland geschlagen geben musste.

Routinier Günther Wohlwend startete an diesem Wochenende in drei Pointfighting-Kategorien: Eliteklasse +94 KG, Veteranen ab 35 Jahren +89 KG und im Grand Champion. In der Gewichtsklasse +94 KG musste er sich dem späteren Finalisten Kalon Page aus London bereits in Runde 1 geschlagen geben. Besser erging es ihm bei den Veteranen ab 35 Jahren in Runde 1 gewann er durch verletzungsbedingter Aufgabe seines Gegners aus Deutschland. Mit zwei weiteren Siegen über je eine Kampfrunde gegen Italien und England stand er im Halbfinale erneut gegen einen Engländer. Bei den bisherigen Kämpfen kam Wohlwend noch nicht richtig im Turnier an, dies änderte sich jedoch in diesem Kampf schlagartig und er konnte schnelle, deutliche Punkte erzielen. Im Finale gegen einen Iren zeigte Wohlwend erneut eine souveräne Leistung und gewann klar. Mit dem Sieg im Rücken kämpfte der Liechtensteiner auch am darauffolgenden Tag locker und konzentriert auf. Im Grand Champion konnte er den amtierenden Weltmeister Roland Veres (Ungarn) vom KiralyTeam im Entscheidungspunkt schlagen, ehe er gegen den Amerikaner Jack Felton nach gutem Kampf mit 2:4 Punkten ausschied.

Weniger Durchsetzungsvermögen hatten Peter Davida und Stefanos Moutaftsidis an diesem Wochenende. Nach einem Sieg in Runde 1 musste sich Davida Team Allstars Mitglied Ross Cooke geschlagen geben. Moutaftsidis schied in seinen Gewichtsklassen am Samstag bereits frühzeitig aus, jedoch konnte er am Sonntag gleich zwei Runden im Grand Champion-Bewerb für sich entscheiden, ehe er gegen den mehrfachen Weltmeister Richard Veres ausschied.
 
Gold für Murgida – Silber für Wanger
Rossana Murgida startete sowohl bei den Farbgurten als auch bei den Elitekategorien im Pointfighting und Light Contact. Während sie bei den Elitekategorien nach guten Kämpfen jeweils knapp ausschied, konnte sie sich bei den Farbgurten eindrücklich durchsetzen. Nach 4 gewonnenen Kämpfen im Light Contact -65 KG konnte sie sich über den ersten Platz freuen. Mit einer weiteren Silbermedaille nach 5 gewonnen Kämpfen und der Finalniederlage im Pointfighting rundete sie ein sportlich erfolgreiches Wochenende ab. Leider verletzte sich Murgida im ersten Kampf am Sonntag und fällt nun mehrere Wochen mit einem Bänderriss im Fuss aus.

Der 14-jährige Luca Wanger startete zum ersten Mal in Irland und konnte sich bei den Farbgurten der Jugend -69 und +69 KG jeweils den zweiten Platz erkämpfen. Er gewann seine Vorkämpfe souverän und qualifizierte sich verdient für das Finale. In beiden Kategorien musste er sich am Ende einem Italiener geschlagen geben.

Der Junior Omer Music startete in den beiden Kategorien -57 KG und -63 KG. Diese Gewichtsklassen der Jugendlichen gehören zu den besten und stärksten überhaupt, mit jeweils 43 und 36 Startern erwartete Music ein enormes Programm. Music zeigte an diesem Wochenende eine hervorragende Leistung. Seine Bewegungen, das Timing und das Umschalten zwischen Offensive und Defensive waren auf sehr hohem Niveau. Mit einem Sieg über einen Engländer und einen Deutschen wurde er erst in der dritten Runde von einem Italiener in einem knappen Kampf unglücklich gestoppt. Obwohl am Ende keine Medaille zu Buche stand, darf er auf die gezeigten Leistungen stolz sein.
 

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