Eintrag vom 20.09.2018

WM - Jugend & Junioren 2018 | Tag 5

Das Turnier in Jesolo neigt sich langsam dem Ende zu und der Kampf um die Podiumsplätze spitzt sich zu. Am zweitletzten Wettkampftag waren mit Leonie Wanger im Pointfighting und Jakob Walser im Vollkontakt noch zwei Kämpfer vom Chikudo Martial Arts im Rennen mit dabei.

WM-Bronze für Jakob Walser
Nach einer überzeugenden Leistung und einem souveränen Sieg gegen Polen stand Jakob Walser im Halbfinale dem Russen Danil Chagin gegenüber. Dieser setzte sich auf seinem Weg ins Halbfinale gegen einen Ukrainer und Türken klar durch. Der Kampf wurde von Beginn an mit einer hohen Intensität geführt und Chagin ging mit Tempo in die Offensive. Nach einer Minute fand sich Jakob Walser etwas besser zurecht und konnte Chagin auf Distanz halten. Mit einer klaren Punkteführung für den Russen ging es in die erste Pause.

In die zweite Runde startete Walser stärker und brachte nun mehr seiner Beintreffer ins Ziel. Der technisch starke Russe versuchte seinerseits die Distanz eng zu halten und mit sauberen Kombinationen wichtige Punkte zu erzielen. Dies gelang ihm sehr gut und er baute die Führung etwas aus.

Die letzte Runde im WM-Halbfinale wollte der Chikudo-Kämpfer nochmals für sich gewinnen und er suchte sein Glück in der Offensive. Der Russe Chagin musste spürbar ein paar harte Treffer von Walser einstecken und ging etwas vom hohen Kampftempo runter. Walser versuchte bis zuletzt dran zu bleiben, jedoch war der Russe am Ende etwas zu erfahren und stärker.
 

Out im Pointfighting für Leonie Wanger
Nach der knappen Niederlage von gestern ging Leonie Wanger etwas angeschlagen in den heutigen Viertelfinalkampf gegen Irland im Pointfighting. Wanger musste einen Tag zuvor einen harten Kick ins Gesicht hinnehmen, konnte jedoch zum Kampf antreten.

Die Rollenverteilung war bereits vor dem Kampf klar. Die Gegnerin war keine geringere als die amtierende Europameisterin Jodie Browne, welche vor zwei Jahren auch den Vize-Weltmeistertitel erringen konnte. Leonie Wanger startete gut in den Kampf und bot der Kämpferin aus Tallaght lange Paroli. Browne erhöhte gegen Ende der ersten Runde den Druck und punktete mit sauberen Beintreffern. Mit einem Punkterückstand für die Liechtensteinerin ging es in die Pause.

In der zweiten und letzten Runde wollte Leonie Wanger mehr, konnte ihre Handangriffe jedoch nicht gezielt genug anbringen. Trotz guter Bewegungen und toller Möglichkeiten agierte Wanger zu verhalten und konnte somit die Europameisterin nicht genug in Gefahr bringen. Am Ende setzte sich die Favoritin klar nach Punkten durch.
 

Beeindruckendes Niveau im Nachwuchsbereich
Für das Liechtensteiner Team endet somit die Weltmeisterschaft in Jesolo frühzeitig. Nach dem Out der beiden letzten Kämpfer bleibt nur noch die Zuschauerrolle für die Finalkämpfe. Für den Coach der Nationalmannschaft, Michael Lampert, war es einmal mehr ein beeindruckend hohes Niveau im Kickbox-Nachwuchsbereich. Die drei Nachwuchstalente zeigten tolle Leistungen auf der grössten internationalen Bühne, wurden jedoch auch aufgrund mangelnder Erfahrung hart bestraft. Auf diesem Niveau wird jeder kleine Fehler gnadenlos ausgenutzt und dies kann am Ende einen Kampf kosten und das Out bedeuten.

Leonie und Luca Wanger fahren ohne Medaille heim, konnten jedoch wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammeln. Die beiden zeigten klar auf, dass Liechtenstein eine tolle Nachwuchsförderung hat und mit den ganz grossen mithalten kann.

Eine Bronzemedaille beim WM-Debüt sicherte sich dagegen Jakob Walser im Vollkontakt der Junioren -71 KG. Im erst dritten und vierten Vollkontakt-Kampf zeigte er eine vielversprechende Leistung für die Zukunft und er darf sich verdient zu den besten drei Kämpfern seiner Kategorie zählen.
 

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